Unter Bergsteigern hat es sich schon längst herumgesprochen, dass die peruanischen Anden ein ideales Ziel sind. Es gibt hier einige 4.000er und 5.000er Berge, die man - Geschick und Kondition vorausgesetzt - gut besteigen kann. Doch wer nur zum Wandern nach Peru kommt, der verpasst viel Spektakuläres, wie unsere Fernwehreise durch den Andenstaat zeigt.
Peru ist unterteilt in drei unterschiedliche Regionen: der Costa, also der Küstenregion, der Sierra mit dem Hochland der Anden und der Selva, einer Waldregion. Die Anden zeigen sich nur im zentralen Gebiet Perus sehr steil, mit hohen Bergen, ewigem Schnee und Eis. Sie erreichen hier eine Höhe von über 6000 m. Im Norden des Landes reichen die Anden nicht bis zur Schneegrenze, hier herrscht eher üppige Vegetation vor.
Die südliche Küste von Peru ist eine karge Wüste, in der es kaum regnet.
Dagegen macht sich im Norden das meteorologische Wetterphänomen El Nino mit heftigen Regenfällen und Temperaturen bis 35°C zwischen Dezember und März bemerkbar.
Um die Haupstadt Lima herum klettert das Thermometer nur selten über 30°C. Im peruanischen Winter, das sind die Monate April bis Oktober, ist es dort oft wolkenverhangen und neblig bei 15-20°C.
In der Andenregion von Peru sind die Monate Mai bis September die besten Reisemonate. Während es tagsüber meist um die 20°C hat, kann es nachts bis deutlich unter 0°C kalt werden. Es regnet häufig. Die Schneefallgrenze liegt meist um 5.000 m Höhe.
Deutsche Touristen benötigen für die Einreise nach Peru einen Reisepass, der noch mindestens 6 Monate gültig sein muss. Ein Visum ist nicht erforderlich, es wird bei der Einreise erteilt. Damit kann man sich bis zu 183 Tage in Peru aufhalten. Wichtig in solchen Fällen ist, die geplante Aufenthaltsdauer im Paß eintragen zu lassen, sonst kann es vorkommen, dass Paßbeamte die Aufenthaltsdauer auf maximal 30 Tage begrenzen. Bei der Ausreise sind Flughafengebühren in bar zu zahlen, Kreditkarten werden nicht akzeptiert.
Gelbfieberimpfung
Die Gelbfieberimpfung ist seit kurzem für das gesamte peruanische Amazonasgebiet vorgeschrieben, der Impfnachweis wird kontrolliert. Bei Nichtbeachtung droht Einreiseverbot, Quarantäne oder Zwangsimpfung.
Weitere Informationen dazu und zur Sicherheitslage in Peru erteilt das Auswärtige Amt. www.auswaertiges-amt.de
Peru wird alljährlich von über einer Million Touristen besucht. Die ehemalige Inkahauptstadt Cuzco wird auch „archäologische Hauptstadt Amerikas" genannt und ist eine der bedeutendsten historischen Städte Südamerikas. Das Touristenzentrum Perus ist außerdem Ausgangspunkt für Trails nach Machu Picchu. In Cuzco findet man heute eine Architektur, die von spanisch- kolonialem und traditionellem Inka-Stil geprägt ist.
Die Ruinenstadt Machu Picchu liegt auf 2360 m Höhe, auf einer Bergspitze der Anden.
Die Stadt besteht aus 216 steinernen Bauten, die durch ein Treppensystem verbunden waren. Etwa 3.000 Stufen sind heute noch erhalten, ebenso die Außenmauern der zum Teil mehrgeschossigen Wohnbauten. Sinn und Zweck dieser Stadt sind bis heute umstritten, denn es existieren keine Überlieferungen und wissenschaftliche Aufzeichnungen. Es wird mittlerweile angenommen, dass sich Machu Picchu zu Zeiten der spanischen Eroberung noch im Bau befand. Die Stadt blieb zu dieser Zeit unentdeckt, aber durch die Eroberung des übrigen Inkareiches konnten die Bauarbeiten nicht fortgesetzt werden. Machu Picchu geriet in Vergessenheit. Heute schätzt man, dass die Stadt bis zu tausend Menschen hätte beherbergen und versorgen können. Der ursprüngliche Name von Machu Picchu ist unbekannt, sie wurde nach einem der nahe gelegenen Berggipfel benannt.
Immer wieder wird versucht, sich den Zugang zu den Ruinen nach Macchu Picchu an den Eintrittskontrollen vorbei zu erschleichen. Die Parkwächter sind angehalten worden, scharfe Kontrollen durchzuführen. Die Zuwiderhandlungen werden konsequent bestraft.
Inka war ursprünglich die Bezeichnung eines Stammes, der meinte, er stamme direkt vom Sonnengott Inti ab. Das Wort Inka wurde später auch für die Herrscher und den Adel benutzt.
Das Hotel "La Hosteria" in Arequipa ist zwar einfach, aber trotzdem nett und mit Atmosphäre.
www.lahosteriaqp.com
Ein Ausflug zum Tal des Colca, in der Umgebung von Arequipa, lohnt sich nicht nur wegen der angehnehmen Wanderung, sondern auch wegen der schönen Felsmalereien am Ziel. Viele Kondore sind hier zu beobachten.
Wer in der Umgebung von Cusco unterwegs ist, der sollte einen Abstecher nach Pisac unternehmen. Pisac ist ein netter Ort mit schönem Markt, auch wenn inzwischen das Angebot sehr auf Touristen zugeschnitten ist. Pisac liegt in einem geheiligten Tal der Inka.
In Pukara werden die berühmten "Torritos de Pucará" hergestellt. Diese kleinen Stierfiguren, sieht man überall in Peru. Sie sollen die Häuser vor Unheil beschützen.
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