Ans Ende der Welt geschickt zu werden, das galt im alten China als schwere Strafe. Und so wurden in Ungnade gefallene hohe Staatsbeamte genau dorthin verbannt.
Das "Ende des Himmels und des Meeres" lag nach altem Glauben ganz im Süden des chinesischen Reiches, auf der Insel Hainan.
Geographisch betrachtet liegt Hainan auf dem selben Breitengrad wie Hawaii, weshalb es in jüngerer Zeit den wesentlich schmeichelhafteren Beinamen "Hawaii Chinas" erhielt.
Jetzt wird die tropische Insel für den Tourismus erschlossen.
Die Provinz Hainan ist eine 34.380 km² große Tropeninsel im Süden der Volksrepublik China. Sie liegt im Südchinesischen Meer und ist durch die Straße von Qiongzhou vom chinesischen Festland getrennt. Hainan mit ihrer Hauptstadt Haikou ist gleichzeitig auch die größte Insel der Volksrepublik China und wurde im April 1988 zu einer eigenständigen Provinz und zu Chinas größter wirtschaftlicher Sonderzone ernannt. Dem chinesischen Großreich wurde Hainan bereits zu Zeiten der Han Dynastie (206 v. Chr. bis 220 n. Chr.) angegliedert.
www.mandarinoriental.com/sanya . Hier kann man sich unter fachkundiger Anleitung auch der alten chinesischen Bewegungslehre Tai Chi widmen.
Die "Perle des Südens" ist eine weitgehend neu errichtete Stadt, die ganz nach den Bedürfnissen des Tourismus errichtet wurde. Es gibt unzählige Hotels, Restaurants und Geschäfte. Optisch erinnert Sanya ein wenig an eine moderne Retortenstadt, in ihrem Inneren ist sie jedoch voll und ganz von chinesischem Leben durchdrungen: Neben eleganten Geschäften gibt es kleine Garküchen und trotz vieler Autos gehören die Straßen immer noch den Fahrrädern und sonstigen kleinen Gefährten.
Tipp: der alte Markt am Flusshafen
Um ein Jahrhundert zurückversetzt fühlt man sich unten am Fluss, wo die Fischer wie in alter Zeit noch auf ihren Booten wohnen. Hier ist der Fortschritt noch nicht angekommen. Wie eh und je werden hier die Fische zum Trocknen ausgebreitet, Schmiede schlagen im Takt das glühende Eisen und in kleinen Suppenküchen werden die typischen Hainan-Nudeln zubereitet.
Tipp: Uferpromenade am Abend
Am Abend ist an der Uferpromenade richtig was geboten: Hunderte Chinesen tanzen im Gleichschritt zu Zwecken der Leibesertüchtigung, Gruppen von Musikern bieten typische Musik aus Hainan dar, andere malen mit Wasser Kalligraphien aufs Pflaster. Die Stimmung dieses lebendigen Gemisches ist einfach umwerfend.
Tipp:
Beim Besuch des Touristenmarktes vorsichtig sein: es hat sich unter Taschendieben herumgesprochen, dass Touristen oft mit prall gefüllten Geldbörsen unterwegs sind.
Heute ist das "Ende der Welt" ein beliebtes Ausflugsziel für chinesische Touristen.
www.aitianya.cn
www.Yanoda.com
Obwohl sie, wie eh und je, ihr traditionelles leben führen, kann man ihr Dorf, ähnlich einem Freilichtmuseum, besuchen und Kontakt zu den Menschen aufnehmen.
www.nanshan.com
www.wuzhizhou.com
Hainan ist ein kulinarisches Paradies, vorausgesetzt, man mag chinesische Küche und ist auch bereit, mal etwas Unbekanntes zu probieren. Jede noch so kleine Dorfküche zaubert in Minutenschnelle die köstlichsten Gerichte. Da stets alles im Wok auf hoher Flamme gekocht wird, ist die Gefahr, "sich etwas einzufangen", gering. Besonders zu empfehlen sind frische Meeresfrüchte, die man in Hainan überall bekommt.
Eine ganz eigenartige Erfahrung ist die sogenannt „Fischbehandlung“, die in manchen Hotels angeboten wird: Kaum sitzt man im Wasser schwimmen die Fische herbei und nagen die abgestorbenen Hornschüppchen der Haut ab. Eine wahrlich kitzelige Angelegenheit! Zweck der Übung: Die Haut soll dadurch, wie nach einem Peeling, glatt und schön werden.
Einreise: Visum der Volksrepublik China erforderlich
Zeit: MEZ plus 8 Stunden
Währung: Chinesischer Yuan, Kreditkarten werden in Hotels und größeren Geschäften akzeptiert.
Trinkgeld: In Restaurants unüblich. Nur Kofferträger erwarten etwas
Klima: feucht-heißes tropisches Klima, ganzjährig Temperaturen zwischen 25 und 30 Grad
Näheres zu Reisen nach Hainan erfahren sie über
Hainan Tourism in Germany
Monbijouplatz 8
10178 Berlin
Tel: 030-847108112
Email: wanyang.forkert@tcme.com