SENDETERMIN: Sonntag, den 17.01.2010
17:05 Uhr
Uganda
Die Berggorillas von Uganda
Die Berggorillas von Uganda

Eine Fernwehreise auf den Spuren von Dian Fossey
Die Fernwehreise führt auf den Spuren der Forscherin Dian Fossey durch das dicht bewaldete Bergland Ugandas und Ruandas. 
Einzigartig und kostbar ist eine Begegnung mit den Berggorillas, doch wer sie sehen will, muss hoch hinauf. An den dicht bewaldeten Flanken der Vulkanberge leben die Tiere, von denen es weltweit nur noch 720 gibt. Sie sind angepasst an das Höhenklima und gewöhnt an die kleine Gruppe von Menschen, die sie täglich besuchen darf. Ein Besuch, der die unglaubliche Faszination erspüren lässt, die von den sanften Riesen im Bergwald ausgeht.
Die Reise durch Uganda, die „Schweiz Afrikas“, wie Winston Churchill diese Region Afrikas einst nannte,  führt auch in den Norden Ruandas. Sie bietet dem Teilnehmer neben den sensationellen Tierbeobachtungen eine Fülle ungewöhnlicher Naturschönheiten. Um nur wenige Beispiele zu nennen: der mächtige Victoria-See, dem der Nil entstammt, das steil bis auf 5000 Meter aufragende Ruwenzori-Gebirge oder die eindrucksvolle Halbinsel im Edward-See mit der luxuriösen Mweya-Lodge.

Den Höhepunkt der Reise bietet aber zweifellos der Besuch der weltweit letzten Berggorillas im Dreiländereck von Uganda, Ruanda und dem Kongo. Auf ugandischer Seite leben im Bwindi-Nationalpark noch etwa 340, an den  Hängen der Virongo-Vulkane in Ruanda und im Kongo noch etwa 380 dieser „sanften Riesen“.
Je nach aktuellem Aufenthaltsort der einzelnen Gorillafamilien, muss der Besucher mit einem ein- bis dreistündigen Aufstieg rechnen. Der Aufenthalt bei den inzwischen an Besucher gewöhnten („habituierten“) Tieren ist auf eine Stunde und acht Personen pro Tag begrenzt. Die Gebühr von 500 Dollar pro Person kommt zum größten Teil der am Fuß der Berge wohnenden Bevölkerung zugute, die im Gegenzug auf ihre frühere Praxis, diese Tiere zu jagen, verzichtet.   

 


Die Berggorillas
Die Berggorillas
Die Berggorillas wurden erst 1902 als eigene Spezies - neben den bereits bekannten kleineren Flachlandgorillas - von einem Offizier der damaligen deutschen Kolonial-truppe in Ostafrika entdeckt. Hauptmann Robert von Beringe war mit einem kleinen Trupp afrikanischer Soldaten (Askaris) zu einer Expedition auf den Vulkan Sabinyo aufgebrochen, als er auf über 3000 Metern Höhe unerwartet auf einige Exemplare der Berggorillas stieß. Ein von ihm erschossenes Tier transportierte er quer durch Ostafrika bis an den Indischen Ozean und schickte es per Schiff zur näheren Bestimmung nach Deutschland. Im Zoologischen Museum Berlin wurde es tatsächlich als neue Spezies identifiziert und erhielt nach seinem Entdecker die wissenschaftliche Bezeichnung „Gorilla beringei“. Die Knochen dieses Tiers werden bis heute in einer Kiste des Naturkunde-Museums der Berliner Humbold-Universität aufbewahrt, wie deren Sprecherin Gesine Steiner bestätigt.  

Dian Fossey
Dian Fossey
Dian Fossey , geboren am 16. Januar 1932 in San Francisco, gestorben am 26. Dezember 1985 im Karisoke Research Centre in Ruanda. Die US-amerikanische Zoologin und Verhaltensforscherin hat den größten Teil ihres Lebens dem Schutz der Berggorillas gewidmet.
Im Laufe ihrer langen Forschungszeit  begannen die Gorillas allmählich,  Dian Fossey  in ihrer Mitte zu akzeptieren. Selbst die ältesten Silberrücken ließen Fosseys ethnologische Studien zu. Jahrelang beobachtete Fossey die Gorillagruppen und dadurch gelangen ihr bisher unbekannte Einblicke in deren Familienstrukturen, Verhaltensweisen sowie Kommunikationsverhalten.
Aufgrund ihrer Dokumentarfilme und zahlreicher  Artikel in der Zeitschrift National Geographic war Dian Fossey zwar weltweit bekannt, blieb aber wegen ihrer eigenwilligen Methodik wissenschaftlich umstritten. 1976 erhielt sie den Doktortitel.
Sie kämpfte gegen Wilderer und für die Erhaltung des ruandischen Nationalparks, um die Weltöffentlichkeit von der Notwendigkeit des Schutzes der Gorillas zu überzeugen. Im Kampf gegen die Wilderer aber  bediente sie sich  jedoch auch fragwürdiger Mittel, Regierungsvertretern gegenüber soll sie teilweise unbeherrscht und kolonialistisch aufgetreten sein.
Am Morgen des 27. Dezember 1985 wurde Fossey erschlagen in ihrer Hütte im Karisoke Research Centre aufgefunden. Bis heute konnte der Mord an ihr nicht vollständig aufgeklärt werden.
Einem breiten Publikum wurde sie bekannt, als im Jahre 1988 Motive aus ihrem Leben unter dem Titel „Gorillas im Nebel“ mit Sigourney Weaver in der Hauptrolle verfilmt wurden.

Geographie
Geographie
Uganda grenzt im Norden an den Sudan, im Osten an Kenia, im Südosten an den Victoria-See, im Süden an Tansania und Ruanda sowie im Westen an die demokratischen Republik Kongo. Ugandas Hauptstadt Kampala liegt am Ufer des Victoria-Sees, von hier aus fließt der  Weiße Nil durch einen großen Teil des Landes. Die Landschaft ist geprägt durch tropische Wälder, terrassenartige Hügel und Teeplantagen an den Hängen der mit Schnee bedeckten Ruwenzori Berge. Die unfruchtbare Karamoja-Ebene liegt an Grenze zum Sudan, die üppiggrüne Region Buganda ist der am meisten bevölkerte Teil des Landes.

Klima
Klima
Wegen der Höhenlage mit über 1200 m sind die Temperaturen in einigen Regionen trotz Äquatornähe verhältnismäßig niedrig. zwischen März und Mai sowie Oktober und November fallen heftige Niederschläge.

Sprache

Amtssprachen sind Englisch und Kisuaheli. Ganda/Luganda sind weit verbreitete Landessprachen, dazu gibt es zahlreiche Bantusprachen wie Buganda, Banyoro und west- bzw. ostnilotische Sprachen.


Netzspannung

240 V, 50 Hz. Adapter empfohlen.


Religion
Religion
Ca. 66 % Christen, 16 % Muslime und 18 % Anhänger von Naturreligionen. 
 

Ortszeit
MEZ + 2.
Keine Sommer-/Winterzeitumstellung in Uganda.

Währung / Zahlungsmittel
Währung / Zahlungsmittel

1 Uganda-Shilling. Währungskürzel: USh, UGS (ISO-Code). Banknoten gibt es im Wert von 50.000, 20.000, 10.000, 5.000, 1.000, 500, 200, 100 und 50 USh. Münzen sind nicht mehr im Umlauf.

Vorzugsweise US-Dollar, aber auch Euro und Britische Pfund werden angenommen. 
Geldwechsel ist möglich bei der Central Bank, bei Handelsbanken oder in den Wechselstuben der größeren Städte.

 

Kreditkarten
Visa, teilweise auch MasterCard und Eurocard werden akzeptiert. In Kampala, am Entebbe International Airport und in größeren Städten kann mit Kreditkarte am Geldautomaten Bargeld abgehoben werden


Einreise
Einreise

Für die Einreise braucht man einen Reisepass, der bei der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig ist.

 

Visum
Deutsche Staatsangehörige benötigen ein Einreisevisum. Visa können vor Reiseantritt bei der ugandischen Botschaft in Berlin beantragt werden. Einreisevisa werden aber auch am Flughafen Entebbe und an verschiedenen Grenzübergangsstellen, gültig für 30 Tage, gegen eine Gebühr von derzeit 50 US-Dollar ausgestellt.

 

Botschaft der Rep. Uganda
Heinrich-Heine-Str. 18
D-10179 Berlin        
E-Mail: info@botschaft-uganda.de 
oder : ugembassy@yahoo.de 

 


Weitere Informationen
Reiseinformationen
Reiseinformationen

Ein Spezialist für Reisen nach Uganda und Ruanda ist „Colibri Umwelt Reisenwww.berggorillas.de. Er bietet zweiwöchige Rundreisen an, in denen die Teilnehmer in kleinen Reisegruppen in die wichtigsten Nationalparks des Landes geführt werden. Schwerpunkte sind die Beobachtung von Schimpansen und natürlich das „Gorilla-Trekking“ zu den Berggorillas.


Colibri UmweltReisen
Bahnhofstr. 154 d
D - 14624 Dallgow - Döberitz
Tel.: (03322) 1299-0
E-mail: info@colibri-berlin.de
Internet: www.colibri-berlin.de