Eine Fernweh-Reise in ein Land, das heute noch genauso ursprünglich und authentisch ist wie vor Hunderten von Jahren.
Bhutan, das kleine Königreich im fernen Himalaya, ist in mancherlei Hinsicht einzigartig: das Glück der Bevölkerung und die Bewahrung der traditionellen Kultur sind hier als Staatsziele festgeschrieben. Nur was die Lebensqualität der Bevölkerung wirklich verbessert, wird genehmigt.
Verfügt hat das der vierte König des Landes. Nicht die in aller Welt gepriesene Steigerung des Bruttosozialprodukts erklärte er zur Aufgabe seiner Regierung, sondern die Steigerung des "Bruttosozialglücks".
Bis in die 1950er Jahre war Bhutan wegen seiner unzugänglichen Lage vom Rest der Welt weitgehend abgeschlossen. Es gab keine Straßen, keinen Strom, kein Telefon.
Behutsam begann der König mit der Öffnung und Entwicklung seines rückständigen Landes, insbesondere auf den Aufbau eines guten Bildungssystems wurde großer Wert gelegt.
Heute ist Bhutan auf dem Weg in die Neuzeit. Das Kunststück, die Segnungen der modernen Zivilisation zu nutzen und dabei gleichzeitig die alte Kultur zu erhalten, ist dabei bisher weitgehend gelungen.
Bhutan, gerade mal so groß wie die Schweiz, liegt zwischen der chinesischen Provinz Tibet im Norden und Indien im Süden. Eingebettet zwischen seine beiden großen Nachbarn, gelang es dem kleinen Königreich bis heute, seine Unabhängigkeit zu bewahren.
Im auf 2200 Meter Höhe gelegenen Paro-Tal liegt der einzige Flughafen des Landes, weshalb eine Bhutanreise meist auch hier beginnt.
Tipp: um sich an die Höhe zu gewöhnen, sollte man sich für den ersten Tag nicht allzu viel vornehmen und erst einmal ein bisschen relaxen, zum Beispiel bei einem Spaziergang.
Das Paro-Tal gilt als eines der schönsten Täler Bhutans. Umrahmt von Reisterrassen liegt das Städtchen Paro, das schon allein wegen seiner hübschen Häuser einen Besuch wert ist. Um einen tieferen Einblick in die Lebenswelt der Einheimischen zu bekommen, ist ein Besuch des örtlichen Marktes am Sonntag Morgen empfehlenswert.
Vor dem Ort thront die Klosterburg, der Paro-Dzong, In dem imposanten Gebäude ist neben einem Kloster auch die Distriktverwaltung untergebracht ist. Wegen seiner aufwändigen Schnitzkunst gilt der Paro-Dzong als einer der schönsten des Landes.
Im Paro-Tal liegt auch der älteste Tempel Bhutans: der Kichu Lhakhang. Er stammt aus dem siebten Jahrhundert.
Die bedeutendste Sehenswürdigkeit im Paro-Tal ist, nicht zuletzt wegen seiner spektakulären Lage, der Taktshang Lhakhang, das sogenannte Tigernest. Es liegt auf einem Vorsprung in einer Felswand, 800 Meter über dem Tal. Bhutans meistverehrter Heiliger, Guru Rinpoche, soll der Legende nach auf dem Rücken eines fliegenden Tigers hier gelandet sein, als er im 8. Jahrhundert den Buddhismus von Tibet nach Bhutan brachte. An der Stelle, an der der Heilige meditierte, wurde das Kloster errichtet. Das Kloster ist nur zu Fuß zu erreichen, circa 2 Stunden dauert der Fußmarsch.
Wohnen: Bestens untergebracht ist man in Paro im eleganten Hotel Uma Paro (www.uma.como.bz/paro). Das Haus ist im alten bhutanesischen Stil errichtet. Hinter der vergleichsweise schlichten Fassade verbirgt sich unaufdringlicher Luxus, der zum Wohlfühlen einlädt. Neben den hübschen Zimmern im Haupthaus gibt es einige sehr schöne Villen. Von dem am Hang gelegenen Hotel hat man einen großartigen Blick ins Paro-Tal.
Auch in der charmanten Hauptstadt des Landes sind alle Häuser gemäß einem königlichen Erlass im traditionellen bhutanesischen Stil erbaut. Doch Thimpu ist noch in anderer Hinsicht ungewöhnlich: es ist wohl die einzige Hauptstadt der Welt, in der es noch keine Ampel gibt.
Der Tashichoe Dzong von Thimpu ist der Sitz des Königs. Hier fand im Jahr 2008 auch die Krönung des fünften Königs von Bhutan statt. Gleich daneben befindet sich das neu errichtete Parlamentsgebäude. 2008 wurde in Bhutan die Demokratie eingeführt, - auf Anweisung des Königs. Seitdem ist Bhutan eine konstitutionelle Monarchie.
Durch seine exponierte Lage am Zusammenfluss zweier Flüsse besonders beeindruckend ist der Punakha Dzong, der bis heute ein Kloster und die örtliche Verwaltung beherbergt.
Angenehm wohnen kann man im Meri Puensum Resort in Punaka.
Zehn bis zwölf Stunden über kurvige und zum Teil ziemlich holprige Bergstraßen dauert die Fahrt von Thimpu nach Bumthang. Man sollte also in jedem Fall einige Tage einplanen, damit sich die anstrengende Reise lohnt!
Bumthang liegt etwa in der Mitte Bhutans. Diese Region wird oft als das spirituelle Herz des Landes bezeichnet. Alljährlich im Oktober finden hier die farbenfrohen Tempelfeste statt.
Sehenswert ist der Jakar Dzong, der Wangdicholing Palast, und der Kurje Lhakhang. Letzterer gehört zu den ältesten Tempeln Bhutans. Der Ort selbst hat nicht allzu viel zu bieten.
Unterkunft: Hübsch wohnen kann man im Bumthang im Peling Hotel.
Tipp: Auf vorherige Anfrage kann man im Kharchhu-Kloster beim Abendgebet der Mönche teilnehmen, ein tiefgehendes Erlebnis!
Einreise
Es wird ein Visum benötigt.
Zeit
MEZ plus 5 Stunden
Klima und Wetter
Je nach Jahreszeit und Höhenlage kann das Wetter sehr unterschiedlich sein. So können die Temperaturen an einem Novembertag von Null Grad am frühen Morgen bis zu 20 Grad um die Mittagszeit reichen.
Kreditkarten werden in Bhutan nur selten akzeptiert, es ist also empfehlenswert, ausreichend Bargeld mitzunehmen. Bezahlt werden muss entweder in der Landeswährung oder in US Dollar, Euro werden nicht überall akzeptiert.
Reisen nach Bhutan werden von verschiedenen Reiseveranstaltern angeboten. Einer der Bhutan-Spezialisten ist
Tischler Reisen
Partnachstrasse 50
D-82467 Garmisch-Partenkirchen
Telefon: +49 (0) 8821 93 17 – 0
www.tischler-reisen.de